Bauteile

Verwendet man gute Bauteile (Spulen, Kondensatoren u. ev. Widerstände) zum Bau von Frequenzweichen, muss man mit einem entsprechenden Preis rechnen.
Bei Spulen werden hauptsächlich Luftspulen, Glockenkern-, Rollenkern- und Trafokernspulen verwendet. Jede Type hat ihre Vor- und Nachteile. Luftspulen sind eigentlich ideal, wenn der Drahtdurchmesser genügend groß ist (oft weit über 2,5 mm). Die Verzerrungsgrenze liegt mit Abstand weit über den anderen Varianten, also ein "Muss" für Freaks ...
Nachteilig jedoch sind das daraus resultierende Gewicht (bis einige kg) und der hohe Preis bei großen Spulen. Trafokernspulen sind nicht ganz so schwer und haben einen sehr niedrigen Gleichstromwiderstand. Dafür ist die Verzerrungsgrenze nicht übermäßig hoch (bis etwa 300 W). Preislich liegen sie günstiger als Luftspulen.
Bei einfacheren Bausätzen und um Kosten zu senken werden zumeist die beiden anderen Typen verwendet. Vorteilhaft sind bei beiden das geringe Gewicht und ein annehmbarer Gleichstromwiderstand (im Bereich unter 0,5 Ohm). Dafür ist die Verzerrungsgrenze nicht hoch. Bei Rollenkernen liegt sie etwa bei der Hälfte entsprechender Trafokerne, bei Glockenkernen noch einmal um die Hälfte darunter. Dadurch sind sie zumindest für den Bassbereich nicht zu empfehlen.
Befinden sich mehrere Spuelen auf einer Frequenzweichenplatine, dann sollten sie unbedingt gedreht und hochkant versetzt zueinander montiert sein, um Beeinflussungen auszuschließen.

Auch bei Kondensatoren gibt es verschiedene Typen. Man sollte bei der Auswahl auf gute Folienkondensatoren und Elkos mit ausreichender Spannungfestigkeit achten.

Bei Widerständen kommen nur hochbelastbare Ausführungen (> 5 Watt) in Frage (auch bei regelbaren Widerständen). Natürlich nicht im Baßbereich ...